Mittwoch, 23. Dezember 2015

The never ending fall 2015



Also was für ein Herbst!? Unendlich, golden, und vor allem alles, aber auch alles trocken.

Goldfinger 10- Rabenwand
Zu allererst gibt es diesen Herbst die Begehung des Goldfingers an der Rabenwand durch Mister Täle himself Thomas Hermann zu vermelden!!! Seine erste Route im unteren 10. Grad munkelt man. Ein absolut krönender Abschluss eines großartigen Jahres für unser wandelndes Griff-, Zug- und Routenarchiv. Ich kenne niemanden der mehr Herzblut, Trainingswut/Eifer und absolute Hingabe in diesen Sport steckt.
Aktuell ist sogar der "Frieden im Tal" durch ihn und sein unerbittliches Anrennen bedroht. Ich drücke ihm die Daumen, dass es noch reicht bis zur Sperrung. 

Die zweite bemerkenswerte Begehung des Goldfingers gelang -angesteckt durch TH- Martin Mergard. Kaum zu fassen, dass er nach so einem Tag an der Rabenwand noch seine Bohrer in der Praxis halten kann : )
Auf jeden Fall hat er es zum Schluss nochmal sehr spannend gemacht, als ihm kurz vor Ende noch der rechte Fuss weggerutscht ist….

Die beiden hätten sich also in das Wandbuch eintragen können welches früher am Stand hing. Wurde vor Jahren von mir geborgen und neulich unter Wasserdampf gesetzt. 

Flugzeuge im Bauch 9 Rabenwand.
Eben diese hat Altmeister Georg Hermann auf seinen Füssen gehabt als er eben dieses Stehwunder niedergerungen hat. Er ist halt doch ein alter Plattenfuchs/Gott!!!

Erbarmungslos 10-/10  Rabenwandnordseite. 
Die Route wurde 1994 von unserem Godfather befreit. Stand er eigentlich ständig unter Drogen? Visionäre Fähigkeiten und das immer wieder? Wie 1998 als ich das erste Mal die Neue Dimension des Grauens versuchte und für unkletterbar befand, hatte ich auch 2006 bei einem kurzen Versuch keine Ahnung wie und womit ich hier zum Umlenker kommen sollte. Kurzum ich konnte nicht erbarmungslos genug zu mir sein.
Herbst 2015, nach Konsum entsprechender Western kam es zur zweiten Begegnung. Nach initialen Schwierigkeiten mit den tiefen Flexoren meiner Mittelfinger, der nicht vorhandenen Reibung, einer vierstündigen Putzaktion wurden einige der besten Meter Vollgaskletterei im Donautal bei High Noon erbarmungslos niedergestreckt.

Black out? Rabenwand? 
Alles redet immer nur von Panzerknacker. Dabei hat uns einer der Ahnen ein weiteres Highlight hinterlassen! (Qualmi) Allerdings auch mit ebenso ahnenhaften Haken.
Eben diese wurden dann nach  entsprechend erteilter Absolution auf den Stand der Zeit gebracht. Insbesondere der Zweite wartet nun auf vorbei fallende Aspiranten.
Bei obigen Renovierungsarbeiten fiel dann zwangsläufig auf, dass es hier noch Neuland nach unten gab und zwar in Form von ca. acht bis zehn Metern grauem Kalk, welche die Pisspagen mit den haltlosen Platten von BO verbinden konnten.
Um den Charakter der dünn gesäten  Haken in Blackout zu wahren wurde hier weiterhin gespart und Danz um`s Feia 9+ war geboren.

Tatortwechsel
Hölle, Jedi, wieder Drogen? Hier hat uns der Visionär ein weiteres Meisterwerk beschert und genau dieses hat sich kurz vor Weihnachten P B als zweiter Sterblicher einverleibt.

Mit Tod durch Bingobongo 9+/10- sowie Fegefeuer 9+/10- hat auch Simon Rothenberger in der Hölle sein Unwesen getrieben.

Gebietswechsel
Arnaud Petit berichtete die Tage ebenfalls vom "never ending fall", diesmal in Ceüse und ohne T-Shirt - im Dezember. Hier der Link zu seinem Instagramprofil:  http://ink361.com/app/users/ig-394374187/arnaudpetit_climb/photos

 Geschrieben von Johannes Schlemper

 
Rabenwand Wandbuch





Erbarmungslos an der Rabenwand


Johannes gibt Vollgas

Micha und Thomas freuen sich über den goldenen Herbst
never ending fall in ceüse

Ääääh Weihnachtsklettern??